Wachstumsprognosen von GKI und Kopint-Tárki

Wachstumsprognosen von GKI und Kopint-Tárki

Der Prognose der GKI Gazdaságkutató Zrt. zufolge beschleunigt sich das ungarische Wirtschaftswachstum aufgrund der EU-Fördergelder sowie des Konsumanstiegs – letzterer generiert durch die schnell steigenden Löhne infolge der bevorstehenden Parlamentswahlen und des Arbeitskräftemangels.

Nach einem Anstieg um 2,2% im vergangenen Jahr prognostiziert GKI für 2017 und 2018 gleichermaßen ein Wirtschaftswachstum von 3,8%, das damit deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt. Hinsichtlich des Konsums hat das Wirtschaftsforschungsinstitut seine Prognose für 2017 und 2018 um 0,5 Prozentpunkte auf 4 bzw. 3,5% nach oben korrigiert. Die Inflation wird den Erwartungen entsprechend steigen, jedoch nicht das Ziel der Ungarischen Nationalbank (MNB) von 3% erreichen. Bis Ende 2018 wird die Ungarische Nationalbank (MNB) den Leitzins von 0,9% voraussichtlich unverändert belassen, allerdings wird sie die Anwendung unkonventioneller Instrumente fortsetzen.

Das Konjunkturforschungsinstitut Kopint-Tárki erwartet wiederum für dieses Jahr einen BIP-Anstieg von 3,9, für das kommende Jahr von 4% sowie eine Inflationsrate für 2017 von 2,3%, für 2018 von 2,5%. Das Haushaltsdefizit könnte in diesem Jahr unter 2,4% am BIP bleiben.
Das BIP war im III. Quartal dieses Jahres um 3,9% zum gleichen Zeitraum des Vorjahres angestiegen, geht aus den Daten des Zentralamtes für Statistik (KSH) hervor. Im Zeitraum Juli-September legten Industrie und Dienstleistungen um 3,7% zu. Innerhalb dessen belief sich der Anstieg des verarbeitenden Gewerbes auf 4,9%. Die Wertschöpfung des Handels, der Hotellerie und Gastronomie erhöhte sich um 6,8%, die Leistung der Transport- und Logistikbranche um 4,7%, die der Bauindustrie sogar um 28,3%. Infolge der hohen Basis schrumpfte die Wertschöpfung der Agrarwirtschaft jedoch um 11,3%.

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