Baugewerbe in Ungarn brummt



Baugewerbe in Ungarn brummt

Das Produktionsvolumen des Baugewerbes kletterte im August den unbereinigten Daten zufolge um 36,8% zum Vergleichszeitraum des Vorjahres aufgrund der überaus niedrigen Basiswerte. Der Hochbau legte um 46,8%, der Tiefbau um 24,1% zu, geht aus den Daten des Zentralamtes für Statistik (KSH) hervor. Im Juli wurde ein Wachstum im Jahresvergleich von 22,7% registriert. Den um Werktage und saisonal bereinigten Daten nach kletterte das Bauvolumen um 9,8% im Jahresvergleich.

Zudem erhöhte sich das Volumen der neu abgeschlossenen Verträge im August um 46,0%, innerhalb dessen des Hochbaus um 95,4%, des Tiefbaus um 18,9%. Innerhalb des Hochbaus wurden neue Verträge primär für Industriegebäude, in kleinerem Umfang für Wohn- und Hotelbauten abgeschlossen. Der Auftragsbestand der Bauunternehmen lag Ende August um 89,7% höher als ein Jahr zuvor.
Analysten zeigten sich hinsichtlich des deutlichen Zuwachses überrascht, der August-Wert stellt einen 8-jährigen Rekord auf. Der Wohnungsbau erhält deutlichen Schwung durch die staatliche Wohnbauvergünstigung (csok) bzw. die bis Ende 2019 bestehende 5%-ige MwSt. für Neubauwohnungen. Risiken im Baugewerbe bestehen den Analysten zufolge im Fachkräftemangel und evtl. sich anbahnenden Baustoffmangel, die zu Verzögerungen bei den Investitionen führen könnten.

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